Jazz & Rock Schulen Freiburg starten ein Workshop-Programm für die Musikschaffenden von morgen
Musik entsteht heute längst nicht mehr nur im Proberaum oder auf der Bühne. Wer als Künstler:in erfolgreich arbeiten möchte,
Musik entsteht heute längst nicht mehr nur im Proberaum oder auf der Bühne. Wer als Künstler:in erfolgreich arbeiten möchte, bewegt sich zwischen Musikproduktion, Social Media, Live-Performance, visueller Gestaltung und Selbstvermarktung. Genau an dieser Schnittstelle setzt das neue „Sound & Vision Summer Lab 2026“ der Jazz & Rock Schulen Freiburg an. Mit dem Format bündeln die Jazz & Rock Schulen von Juni bis August sechs Masterclasses, die sich gezielt an Musiker:innen, Produzent:innen und Komponist:innen richten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Fähigkeiten Künstler:innen heute brauchen, um sich in einer zunehmend digitalen Kultur- und Medienlandschaft zu behaupten.
Das Summer Lab versteht sich dabei nicht als klassische Musikfortbildung, sondern als interdisziplinärer Lern- und Arbeitsraum. Technische Fähigkeiten werden mit künstlerischen Fragestellungen verknüpft, Theorie mit praktischer Anwendung. Die Teilnehmenden sollen nicht nur neue Werkzeuge kennenlernen, sondern auch reflektieren, wie sich Musik, Bildsprache und persönliche Ausdrucksformen gegenseitig beeinflussen. So werden die Intensivkurse zu einem kuratierten Sommerprogramm rund um Musikproduktion, Scoring, Performance, Storytelling und Artist Development.
Musikalische Praxis im Wandel
Die sechs Masterclasses verbinden technisches Know-how mit künstlerischer Reflexion und praxisnaher Arbeit. Den Auftakt macht die dreiteilige Masterclass „Ableton Live – vom Loop zum Track“ unter der Leitung von Davide Bronder. An drei Freitagabenden im Juni (19:30 bis 22 Uhr) lernen Fortgeschrittene, wie aus ersten musikalischen Skizzen vollständige Produktionen entstehen. Dabei geht es um Arrangement, Sounddesign, Mixing und kreative Produktionsprozesse.
Ein besonderes Angebot richtet sich ausschließlich an FLINTA*-Personen. In dem Workshop „Die eigene Performance besser filmen“ vermittelt Michaela Klaehn am 14. Juni, 11 bis 17 Uhr, praktische Kenntnisse darüber, wie Konzerte, Auftritte oder künstlerische Arbeiten professionell dokumentiert werden können.
Wer sich für Filmmusik und Games interessiert, findet im Summer Lab gleich zwei aufeinander aufbauende Masterclasses. Unter der Leitung des Komponisten Leonardo Furore beschäftigen sich die Teilnehmenden zunächst mit der narrativen Funktion von Musik in Film- und Videospielwelten. Am 27. Juni, 10 bis 16 Uhr, erläutert Furore in dem Kurs „Narrative Funktion und emotionale Dramaturgie in Film- und Game-Music“ Storytelling durch Musik und emotionale Spannungsbögen. Im zweiten Teil steht die zeitgenössische Scoring-Praxis im Mittelpunkt. Der Kurs widmet sich am 11. Juli, 10 bis 16 Uhr, Orchestrierungstechniken bis hin zur modernen Produktionsarbeit.
Themen wie Veranstalterkontakte, Konzertakquise oder professionelle Planung gehören mittlerweile zum Alltag vieler Musiker:innen. Ein Workshop am 18. Juli, 10:30 bis 15:30 Uhr, widmet sich diesen Themen des Künstler:innenlebens. In „Buch dir dein Konzert“ vermittelt Marie-Luise Dingler Strategien für Booking, Kommunikation und Selbstorganisation.
Den Abschluss bildet am 1. August, 9 bis 16 Uhr, die Masterclass „Visible & Authentic – Dein Artist Brand an einem Tag“. Referentin Annie Diaz beschäftigt sich dabei mit Fragen der künstlerischen Identität und Sichtbarkeit. Wie entwickelt man eine glaubwürdige Außendarstellung? Welche Rolle spielen visuelle Konzepte? Und wie gelingt Präsenz, ohne sich für Algorithmen oder Trends verbiegen zu müssen?
Weitere Infos zur Teilahme: jrs.org, Mail: beratung@jrs.org, Telefon: 0761 – 36 88 89 – 15
Foto: RDNE Stock project/pexels




