Daniela Mohr (Theater im Marienbad) für den FAUST-Preis 2026 nominiert
Das Theater im Marienbad in Freiburg feiert einen herausragenden Erfolg: Die renommierte Schauspielerin Daniela Mohr ist für den Deutschen
Das Theater im Marienbad in Freiburg feiert einen herausragenden Erfolg: Die renommierte Schauspielerin Daniela Mohr ist für den Deutschen Theaterpreis „DER FAUST 2026“ nominiert worden. Mit ihrer Leistung in dem Solostück „Heimsuchung“ überzeugte sie die Jury in der Kategorie „Darsteller:in für Junges Publikum“.
Die am 25. Juni veröffentlichte Nominierung würdigt eine schauspielerische Leistung, die das Publikum seit der Premiere am 21. Februar 2026 im Szenenraum des Marienbads begeistert. In dem anspruchsvollen Solostück begibt sich Daniela Mohr auf eine faszinierende, fast archäologische Spurensuche. Die Jury hob in ihrer Begründung besonders die außergewöhnliche Hingabe der Darstellerin hervor, mit der sie komplexe, sich über ein Jahrhundert erstreckende Geschichten mühelos erfahrbar macht. Sie mache sich „im wahrsten Sinne die Hände schmutzig“, bediene Technik wie eine Livekamera oder Loopstation ohne jede technische Kälte, und ihr Spiel fühle sich vielmehr wie ein tiefes „Sein“ an.
Das Stück basiert auf dem im Jahr 2007 erschienenen, gleichnamigen Roman von Jenny Erpenbeck. Erzählt wird die wechselvolle, rund 80-jährige deutsche Geschichte anhand eines Hauses am Scharmützelsee. Einzelschicksale von Menschen, die ankommen, sich niederlassen, fliehen oder vertrieben werden, verweben sich mit den historischen Umbrüchen der Epoche. Gemeinsam mit dem Regisseur Tom Schneider und der Dramaturgin Sonja Karadza entwickelte Daniela Mohr die packende Bühnenfassung, in der sie mit Erde, Wasser, Steinen und Soundcollagen ein lebendiges Panorama der Erinnerung erschafft.
Für Daniela Mohr schließt sich mit dieser Produktion ein Kreis. Bereits 1990 kam sie als Praktikantin an das Theater im Marienbad, wo sie der damalige Regisseur Dieter Kümmel für die Bühne entdeckte. Nach ihrem 35-jährigen Bühnenjubiläum im vergangenen Jahr stellt „Heimsuchung“ nun ihr allererstes Solostück dar.
Für das Theater im Marienbad ist dies bereits die zweite FAUST-Nominierung innerhalb von vier Jahren, nachdem Lisa Bräuniger 2023 nominiert wurde. Ob Daniela Mohr die begehrte Trophäe mit nach Freiburg bringt, entscheidet sich bei der feierlichen Preisverleihung am 14. November 2026 im Hessischen Staatstheater in Wiesbaden. Für das Publikum gibt es im Herbst 2026 wieder Gelegenheit, das erfolgreiche, regelmäßig ausverkaufte Stück im Marienbad zu erleben.
Foto: Szenenfoto „Heimsuchung“ Foto: Marc Doradzillo




