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Klimaflucht: Eine Ausstellung im EWS-Store zeigt die menschliche Dimension des Klimawandels

Wenn über die Folgen des Klimawandels gesprochen wird, stehen meist steigende Temperaturen, Dürren oder Überschwemmungen im Mittelpunkt. Weniger sichtbar

Klimaflucht: Eine Ausstellung im EWS-Store zeigt die menschliche Dimension des Klimawandels

Wenn über die Folgen des Klimawandels gesprochen wird, stehen meist steigende Temperaturen, Dürren oder Überschwemmungen im Mittelpunkt. Weniger sichtbar bleibt oft eine andere Konsequenz: Millionen Menschen verlieren durch die Veränderungen ihre Lebensgrundlage und werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Die Ausstellung „Klimaflucht – Warum Menschen vor dem Klima fliehen“, die bis 21. August im EWS-Store in Freiburg bei freiem Eintritt zu sehen ist, rückt genau diese menschliche Dimension der Klimakrise in den Fokus.

Die Ausstellung der Deutschen Klima Stiftung macht deutlich, dass Klimaflucht kein Zukunftsszenario mehr ist, sondern bereits heute Realität. Extreme Wetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme oder Hitzewellen nehmen weltweit zu und treffen vor allem Menschen, die ohnehin nur über wenige Ressourcen verfügen. Laut dem UN-Bericht „Children Displaced in a Changing Climate“ mussten zwischen 2016 und 2021 mehr als 43 Millionen Minderjährige zeitweise ihre Heimat verlassen – eine Zahl, die in den kommenden Jahren weiter steigen dürfte.

Im Zentrum der Ausstellung stehen sieben lebensgroße Figuren. Sie repräsentieren Menschen aus unterschiedlichen Weltregionen, deren Alltag und Zukunft durch die Folgen der Erderwärmung bedroht sind. Über Audiobeiträge erzählen sie von ihren Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen. Die Besucher:innen erfahren, wie Dürren Ernten vernichten, steigende Meeresspiegel ganze Landstriche gefährden oder Extremwetterereignisse Familien dazu zwingen, ihre Heimat aufzugeben. Die persönlichen Geschichten machen deutlich, dass Klimaflucht weit mehr ist als eine abstrakte Statistik. Hinter jeder Zahl stehen individuelle Schicksale, Familien und Gemeinschaften, die vor existenziellen Herausforderungen stehen. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, dass die Ursachen und Folgen der Klimakrise global ungleich verteilt sind. Oft sind es Menschen in Ländern mit vergleichsweise geringem CO₂-Ausstoß, die besonders stark unter den Folgen leiden. Ergänzt werden die Erfahrungsberichte durch Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels in den jeweiligen Regionen. Infotafeln erläutern außerdem den ökologischen Fußabdruck verschiedener Länder und verdeutlichen damit die Zusammenhänge zwischen Konsum, Emissionen und globaler Verantwortung.

Die Ausstellung versteht sich nicht nur als Informationsangebot, sondern auch als Einladung zur Reflexion. Sie regt dazu an, über Fragen von Klimagerechtigkeit, Verantwortung und Solidarität nachzudenken. Mit ihrem anschaulichen und persönlichen Zugang macht die Ausstellung ein komplexes Thema greifbar. Sie zeigt, dass Klimawandel nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale und humanitäre Herausforderung ist und dass die Frage nach Klimaflucht künftig eine immer wichtigere Rolle spielen wird.

Weitere Infos: ews-schoenau.de

Bild Copyright: Misbahul Aulia_/ unsplash

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