Freiburgs Kulturszene kehrt auf den Bildschirm zurück: Plattform inFreiburgzuhause startet in eine neue Phase
Die Freiburger Kultur- und Streamingplattform inFreiburgzuhause.de nimmt wieder Fahrt auf. Nach der Vereinsgründung im vergangenen Jahr startet das Projekt
Die Freiburger Kultur- und Streamingplattform inFreiburgzuhause.de nimmt wieder Fahrt auf. Nach der Vereinsgründung im vergangenen Jahr startet das Projekt nun mit neuer Ausrichtung und mehreren Formaten in eine nächste Phase. Was während der Pandemie als digitale Rettungsleine für die lokale Kulturszene begann, soll sich künftig als dauerhafte Bühne für Freiburg etablieren.
Am 24. April, 19 Uhr ist hier z.B. das Talkformat „nachgefragt“ des Rotteck-Gymnasium Freiburg zu sehen. Zu Gast ist der Schauspieler, Parodist und Komiker Max Giermann, der selbst enge Bezüge zu Freiburg hat. Das von Schüler:innen der Oberstufe gestaltete Format bringt damit junge Perspektiven und prominente Stimmen zusammen. Musikalisch erweitert sich das Angebot am 15. Mai, 18 Uhr mit der Veröffentlichung eines Musikvideos auf der Plattform. Mit dem Clip „Fata Morgana“ der Freiburger Band Sound of Smoke öffnet sich inFreiburgzuhause stärker für bereits produzierte Videoformate und schafft neue Präsentationsräume für lokale Künstler:innen. Hinzu kommt die Aufzeichnung des 63. Slam 46 in der Theater Bar, der ab 14. Juni, 19 Uhr abrufbar sein wird. Damit bleibt ein Abend der Freiburger Poetry-Slam-Szene über den Live-Moment hinaus erhalten und wird einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.
Mit dieser Neuausrichtung versteht sich die Plattform zunehmend als digitale Infrastruktur für die freie Kulturszene. Neben Livestreams und Video-Releases stehen in der Mediathek bereits mehr als 200 Beiträge bereit, die von Hip-Hop über Jazz bis hin zu Talk, Tanz, Kabarett und Poetry reichen. Die Plattform verfolgt dabei ein klares kulturpolitisches Ziel. Lokale Talente sollen sichtbarer werden, nicht nur für ein Publikum in Freiburg, sondern auch für Veranstalter:innen, Booker und potenzielle Kooperationspartner:innen über die Stadt hinaus. Perspektivisch sind zudem weitere Formate, Zweitverwertungen von Kulturveranstaltungen und zusätzliche digitale Funktionen geplant.
Mit ihrer Weiterentwicklung übernimmt inFreiburgzuhause eine Rolle, die über klassische Streamingangebote hinausgeht. Die Plattform schafft einen digitalen Raum für eine Kulturszene, die sonst stark von physischen Orten und einzelnen Veranstaltungen abhängig ist. Gerade kleinere Formate, Nachwuchskünstler:innen oder einmalige Events erhalten hier eine zusätzliche Sichtbarkeit. Für Freiburg bedeutet das eine nachhaltige Erweiterung der kulturellen Infrastruktur. Inhalte bleiben verfügbar, erreichen ein breiteres Publikum und können unabhängig von Ort und Zeit rezipiert werden. Gleichzeitig eröffnet die Plattform neue Zugänge für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht vor Ort an Veranstaltungen teilnehmen können. Was einst als Krisenprojekt entstand, entwickelt sich damit zunehmend zu einer festen digitalen Bühne für die Stadt. inFreiburgzuhause versteht sich heute als Ort kultureller Teilhabe, Sichtbarkeit und Vernetzung und als ein Medium, das die Vielfalt der Freiburger Szene dauerhaft auf den Bildschirm bringt.
Weitere Infos: infreiburgzuhause.de
Bild: Sound of Smoke; Copyright: LuiBellage Photography




