Interview Theater

Kultur und Natur: Drei Fragen an … Stefanie Alf, Tanzvermittlerin & Produktionsleitung Theater Freiburg

Ein Blick hinter die Kulissen des Freiburger Stadttheaters: Stefanie Alf ist Choreographin und Geigerin, die sich für ihre Arbeit

Kultur und Natur: Drei Fragen an … Stefanie Alf, Tanzvermittlerin & Produktionsleitung Theater Freiburg

Ein Blick hinter die Kulissen des Freiburger Stadttheaters: Stefanie Alf ist Choreographin und Geigerin, die sich für ihre Arbeit von Literatur, bildender Kunst und Tanzwissenschaft inspirieren lässt. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Improvisation von Musik und Bewegung. So schafft sie in ihrer Arbeitsweise und Choreographien Räume kollektiver Erfahrung. Seit September 2025 ist sie am Theater Freiburg als Tanzvermittlerin im Bereich Mitmachen! und als Produktionsleitung tätig. Sie leitet zwei Tanzclubs für Menschen unterschiedlichen Alters und kümmert sich um die Organisation der Urban Dance Clubs sowie der Time to Share Movements-Workshops. Für die ganz Kleinen mit ihren Erwachsenen bietet sie den Workshop Hereingetanzt! an. Elisabeth Jockers stellte Stefanie drei Fragen.


Kultur Joker: Welche Angewohnheit oder welches Ritual pflegst du vor einer Premiere oder einem wichtigen Auftritt?

Stefanie Alf: Wenn ich choreographiere und mehrere Vorstellungen geplant sind, gibt es vor jedem Auftritt die „words of wisdom“. Das ist wie ein erweitertes „toitoitoi“, welches wir uns gegenseitig wünschen. Vor jeder Vorstellung ist jemand anderes für die „words of wisdom“ zuständig und kann sich eine Art Motto für den bevorstehenden Auftritt überlegen. Dies kann beispielsweise ein Zitat oder ein bestimmter Fokus für die Vorstellung sein. Dieses Ritual habe ich vom Choreographen Sebastian Matthias übernommen. Vor einigen Jahren war ich als choreographische Assistenz und Tänzerin in der Produktion „Urban Creatures“, u.a. am Theater Basel engagiert, und so begeistert, dass ich mit schönen Erinnerungen die „words of wisdom“ in meine eigene Praxis übernommen habe.

Kultur Joker: Wenn du nicht im Theater wärst, in welchem Beruf würden wir dich heute finden?

Stefanie Alf: Schon im Alter von vier Jahren begann ich ein Instrument zu spielen und zu tanzen. Ich dachte immer, ich müsste mich für eines entscheiden, und bin sehr glücklich, dass ich Musik- und Tanzpädagogik studiert habe. Ein Studiengang, in dem ich beides vereinen konnte und der mich auch künstlerisch geprägt hat. Hätte ich damals die Aufnahmeprüfung nicht geschafft, hätte ich wahrscheinlich Geographie studiert. Mich interessiert die Verschränkung von Kultur und Natur und das Politische rund um unsere Lebensrealität. Für mich ist der Beruf einer Geographin mit Exkursionen und Reisen verbunden, was mich sehr reizt. Erfreulicherweise bietet die Kunst auch Möglichkeiten des Recherchierens und Unterwegsseins.

Kultur Joker: Hast du, neben dem Theater, einen Lieblingsort in der Stadt, den du uns verraten möchte?

Stefanie Alf: Wenn ich nicht im Theater bin, findet man mich entweder bei einem sehr guten Kaffee mit hausgemachtem Kuchen am Bächle im Café Origin oder auf der Aussichtsplattform auf dem Roßkopf. Ich bin sehr gerne draußen und in Bewegung und liebe den Blick von oben über die Stadt und den Schwarzwald. Je nach Wetter ist die Aussicht anders – damit ist es immer wieder schön oben anzukommen. Beides sind Orte, die für mich mit dem Theater Freiburg mein Leben in der Stadt ausmachen.

Kultur Joker: Liebe Stefanie, danke für deine Antworten!

Foto: Stefanie Alf, Copyright: Theater Freiburg

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Elisabeth Jockers