Kunst

Widerstand und Resilienz: Paula Santomé mit dem Manor Kunstpreis Basel 2027 ausgezeichnet

Die Künstlerin Paula Santomé wird mit dem renommierten Manor Kunstpreis Basel 2027 ausgezeichnet. Die bedeutende Auszeichnung umfasst neben einer

Widerstand und Resilienz: Paula Santomé mit dem Manor Kunstpreis Basel 2027 ausgezeichnet

Die Künstlerin Paula Santomé wird mit dem renommierten Manor Kunstpreis Basel 2027 ausgezeichnet. Die bedeutende Auszeichnung umfasst neben einer eigenen Publikation auch eine Einzelausstellung, die für den Herbst 2027 im Kunstmuseum Basel geplant ist.

Santomé, 1994 in Spanien geboren, lebt und arbeitet in Basel. Sie gehört zu einer vielversprechenden Generation zeitgenössischer Kunstschaffender, die sich intensiv mit Fragen von Körperlichkeit, Transformation und Materialität auseinandersetzen. Für diese Themen entwickelt sie eine ganz eigene Bildsprache, die organische Formen, taktile Qualitäten und poetische Verweise miteinander verschränkt. Ihr Schaffen beschreibt die Künstlerin selbst als Reaktion auf ihre Umwelt: „Ich begreife Fiktion und Narration als kraftvolle Werkzeuge, um neue Möglichkeiten zu entwerfen. Ein grundlegender Antrieb für mein Schaffen ist ein anhaltendes Unbehagen gegenüber der Realität, die mich umgibt.“

Paula Santomé: „The Right Time“, 2024. Foto: Finn Curry

In ihrer künstlerischen Praxis verbindet Santomé Zeichnung, Relief und Skulptur zu vielschichtigen, oft installativen Arbeiten. Ausgangspunkt ist eine forschungsbasierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Generation – insbesondere mit Emanzipation, Widerstand und Resilienz. Ihre Werke reagieren auf stereotype Zuschreibungen sowie bestehende Machtverhältnisse. Dafür greift sie auf gefundene Bilder, persönliche Erfahrungen und überlieferte Mythen zurück, die sie neu montiert und transformiert. Die verwendeten Materialien wie Aluminium, Keramik oder Glas versteht sie dabei als eigenständige Bedeutungsträger.

Santomé absolvierte 2022 ihren Master in Fine Arts am Institut Art Gender Nature der HGK FHNW in Basel. Zuvor studierte sie in Pontevedra, Madrid und Brüssel. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter im Kunst Raum Riehen sowie auf der internationalen Plattform NADA in Miami.

Der Manor Kunstpreis feierte 2022 sein 40-jähriges Bestehen und gilt als einer der wichtigsten Förderpreise für zeitgenössische Kunst in der Schweiz. Er wurde 1982 ins Leben gerufen, um jungen Schweizer Talenten eine Plattform zu bieten, und legte für viele Preisträger:innen den Grundstein für eine internationale Karriere. Die Fachjury für Basel 2027 bestand aus Pierre-André Maus, Chantal Prod’hom, Valerie Nadine Keller, Marion Ritzmann und Kito Nedo.

Foto: Miriam Mora

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