Faszination Theaterwelt: Drei Fragen an … Sebastian Krauß, Regieassistent am Theater Freiburg
Bereits als Kind faszinierte das Theater Sebastian Krauß, der seit der Spielzeit 2021/2022 als Regieassistent für Musiktheater am Stadttheater
Bereits als Kind faszinierte das Theater Sebastian Krauß, der seit der Spielzeit 2021/2022 als Regieassistent für Musiktheater am Stadttheater Freiburg tätig ist. Er absolvierte den B.A. Musiktheaterwissenschaft und studierte den M.A. Musik und Performance an der Universität Bayreuth. Während seines Studiums arbeitete er am Forschungsinstitut für Musiktheater im Projekt „Propaganda und Musiktheater in Nürnberg 1920-1950“, sowie als Regie- und Dramaturgiehospitant an verschiedenen Theatern. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Sebastian Krauß mit namhaften Regisseur:innen wie Peter Carp, Bojana Lazić, Hanna Müller, Pia Partum, Felix Rothenhäusler, Kateryna Sokolova, Marco Štorman oder Philippe Quesne. 2023 konzipierte er den Liederabend „Im Abendrot“ und setzte diesen szenisch um, 2024 feierte er dann mit der europäischen Erstaufführung der Kammeroper „p r i s m“ sein Regiedebut am Stadttheater Freiburg. Am 25. November feiert seine aktuelle Produktion, die Pop-Up-Oper „Grammar of Dreams“, Premiere im Freiburger Winterer-Foyer. Elisabeth Jockers stellte ihm drei Fragen.
Kultur Joker: Was ist der größte Unterschied zwischen dem, was das Publikum sieht, und dem, was tatsächlich kurz vor dem Vorhangschluss oder direkt nach dem Lichtwechsel hinter der Bühne passiert?
Sebastian Krauß: Je nach Produktion kann es vorkommen, dass hinter der Bühne während einer Vorstellung wahnsinnig viele Menschen aus verschiedensten Gewerken gleichzeitig arbeiten. Kostüm, Maske, Requisite, Bühnentechnik, Beleuchtung, etc.
Zum Beispiel bei der Produktion „La Cage aux Folles“, die letzte Spielzeit lief, ist kurz vor dem Finale noch mal richtig viel los. Kulissen werden auf ihre neue Position geschoben, die Darstellenden ziehen sich um, werden noch einmal nachgeschminkt, singen währenddessen noch aus dem Off. Alle sind unter Spannung. Davon bekommt das Publikum im Zuschauerraum nichts mit. Das alles löst sich dann, sobald das Black kommt und der Applaus einsetzt, in Freude auf der Bühne auf.
Kultur Joker: Was war der Schlüsselmoment, in dem Du wusstest, dass Du im Theater arbeiten möchtest?
Sebastian Krauß: Als wir damals im Kindergarten in das Stadttheater gegangen sind und dort „Der Lebkuchenmann“ gesehen haben, war ich schon wahnsinnig begeistert von Theater. Später in der Schulzeit habe ich dann angefangen dort in der Statisterie, im Extrachor oder hinter den Kulissen als Schülerpraktikant zu arbeiten. Diese ganze Welt hat mich so fasziniert, dass da dann schon klar war, dass ich irgendwann am Theater, in dieser Welt, auch arbeiten möchte, egal als was.
Kultur Joker: Hast Du, neben dem Theater, einen Lieblingsort in der Stadt, den Du uns verraten möchtest? Und warum gerade dieser Ort?
Sebastian Krauß: Der Schlossberg. Man ist sehr schnell dort. Wenn man oben angekommen ist und weiterläuft, ist es ein bisschen, als würde man die Stadt und den Stress hinter sich lassen und Ruhe finden. Vor allem im Sommer ist es für mich ein besonders schöner Ort in der Stadt.
Kultur Joker: Vielen Dank für die Antworten!
Weitere Infos: theater.freiburg.de/de_DE/programm/grammar-of-dreams
Foto: Theater Freiburg




