Diplomausstellung von sechs jungen Künstler:innen der Edith Maryon Kunstschule Freiburg
Was nennst du wesentlich – das, was du berühren kannst, oder das, was deinem Leben Sinn gibt? Nicht von
Was nennst du wesentlich – das, was du berühren kannst, oder das, was deinem Leben Sinn gibt? Nicht von ungefähr kommt es, dass das ursprünglich aus dem Lateinischen stammende Wort „Material“ im Englischen die Zweitbedeutung von Wichtigkeit oder Relevanz hat. Wir alle treten täglich mit Materialien in Interaktion. So öffnet das Thema Material unzählige Variationen und Aspekte, die die jungen Diplomkunststudent:innen der Edith Maryon Kunstschule in ihrer Abschlussausstellung erkunden.
Jonas Armbruster durchwandert die geologischen Schichten zwischen Schwarzwald und Rhein und sammelt Erden und Mineralien, aus denen er handgefertigte Pigmente herstellt. Aus Feldforschung, Archivarbeit und künstlerischer Praxis entsteht ein Erdfarbenatlas, der die Landschaft über ihre Farben erfahrbar macht.
Moritz Spanhak verwandelt mit Kettensäge und Winkelschleifer regionale Pappelholzstämme in Skulpturen, die raumbezogen mit Durchbrüchen, organisch und säulenartig aufstrebenden Formen, das Innen und Außen erforschen.
Luis Roether arbeitet gerne skulptural und mit Holz. Sein Kerninteresse lässt sich als Form und Raum zitieren: Abstrakte, organische Formen und deren Wechselwirkung auf ihren Umraum. Ihn beschäftigt die Frage nach der Koexistenz von natürlich entstandenen und menschengemachten Formen.
In den bedeutungsvollen Installationen und Objekten von Fabius Krumm entfaltet ein vielschichtiges Spektrum materieller Bezüge Fragen nach Menschlichkeit, Normen und Vernunft.
Lisa Harseim beschäftigen vorrangig künstlich geschaffene Materialien, Farben und Objekte, die sie zu vielschichtigen, großformatigen Kompositionen zwischen Malerei und Installation verschmilzt.
Olivia Maillet erkundet Vergänglichkeit und die natürlichen Kreisläufe; Wachstum, Zerfall und Erneuerung. Sie untersucht die Entfremdung des Menschen von natürlichen Prozessen und die gleichzeitige Sehnsucht nach Resonanz, Resilienz und Verbundenheit. Im Zentrum ihrer prozesshaften Arbeiten steht die unmittelbare Erfahrung von Veränderung und Flüchtigkeit, die neue Perspektiven auf die Beziehung zur eigenen Umwelt eröffnet.
How Do You Spell Matter? Diplomausstellung. Galerie für Gegenwartskunst. E-Werk Freiburg, Eschholzstraße 77. Do+Fr 17-21 Uhr, Sa+So 12-20. Bis 26.07.2026
Foto: Sechs Absolvent:innen zeigen ihre Arbeiten © EMK 2026




