Die Tür zu einer Welt voller Wunder: Drei Fragen an … Willi Auerbach, Zauberkünstler
Er bringt das Publikum weltweit zum Staunen, stand bereits vor zahlreichen TV-Kameras und ist bekannt für moderne Bühnenmagie der
Er bringt das Publikum weltweit zum Staunen, stand bereits vor zahlreichen TV-Kameras und ist bekannt für moderne Bühnenmagie der Extraklasse: der Freiburger Illusionist Willi Auerbach, besser bekannt als „THE MAGIC MAN“. Am 3. Juli verwandelt er das neue FaustForum Staufen in eine Welt zwischen Realität und Illusion. Mit im Gepäck hat er seine aufwendig inszenierte Abendshow „Beyond the Impossible“ – inklusive der legendären „Flying Illusion“, einer der seltensten Zauberkünste der Welt. Vor dem großen Auftritt hat Elisabeth Jockers dem Magier drei Fragen gestellt.
Kultur Joker: In einer Welt, in der durch KI und Smartphones fast alles erklärbar scheint: Warum sehnen sich die Menschen im Jahr 2026 vielleicht mehr denn je nach dem Gefühl des echten, analogen Staunens?
Willi Auerbach: Weil genau das den perfekten Ausgleich zu unserer immer stärker erklärbaren Welt darstellt. Die Menschen genießen es, für eine kurze Zeit in eine Welt einzutauchen, in der nicht alles logisch erklärbar ist. Es erinnert ein wenig daran, die Welt wieder mit den Augen eines Kindes zu sehen – voller Neugier, Fantasie und Möglichkeiten. In der Magie scheint plötzlich alles denkbar zu sein. Sie öffnet für einen Moment die Tür zu einer Welt voller Geheimnisse und Wunder.
Kultur Joker: Großillusionen erfordern zentimetergenaue Präzision und absolute Logistik. Was ist am Tag der Gala in Staufen die größere Herausforderung – die mentale Konzentration auf die Tricks oder die Technik hinter der Bühne?
Willi Auerbach: Eigentlich beides. Die Logistik hinter einer großen Illusionsshow ist enorm. Wir haben die Halle bereits einen Tag vorher angemietet, da allein der Aufbau mehr als zwölf Stunden dauert. Hinzu kommen Lichtproben, Soundchecks und zahlreiche technische Abläufe, die perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen. Doch auch während der Show darf nichts dem Zufall überlassen werden. Jede Bewegung muss sitzen, jeder Handgriff muss stimmen. Als Magier kann man sich keine Fehler erlauben, und das gesamte Team muss wie ein präzises Uhrwerk funktionieren. Nur wenn auf und hinter der Bühne alles perfekt zusammenspielt, entsteht für das Publikum die Illusion des Unmöglichen.
Kultur Joker: Gibt es einen Moment aus Ihrer magischen Karriere, der Sie bis heute zum Lächeln bringt?
Willi Auerbach: Wir haben bereits auf vielen Bühnen und in verschiedenen Ländern der Welt gezaubert. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch ein Auftritt in Äthiopien. Dort durfte ich im Rahmen meines Engagements als Botschafter der Stiftung „Menschen für Menschen“ bei einer Jubiläumsveranstaltung auftreten. Die Reaktionen des Publikums waren beeindruckend, weil viele Menschen dort deutlich weniger Berührungspunkte mit großen Illusionsshows hatten als bei uns in Europa. Das Staunen war dadurch besonders unmittelbar und ehrlich. Zu erleben, wie Menschen unabhängig von Sprache, Herkunft oder Kultur gemeinsam lachen, staunen und mitfiebern, hat mich tief beeindruckt und gehört bis heute zu meinen schönsten Erinnerungen als Zauberkünstler.
Kultur Joker: Herzlichen Dank für die Antworten!
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Bild: Hannes Dezulian




