Im Dialog: Andrea Wilcke und Christiane Knaup stellen im Kunstraum Nigra Monaĥejo aus
In den historischen Räumen des denkmalgeschützten Schwarzen Klosters, dient der Kunstraum Nigra Monahejo als Plattform für regionale Kunst. Ab
In den historischen Räumen des denkmalgeschützten Schwarzen Klosters, dient der Kunstraum Nigra Monahejo als Plattform für regionale Kunst. Ab 12. November präsentiert der Kunstraum die Ausstellung “Fragile Welten“, welche die künstlerischen Positionen der Malerin Andrea Wilcke und der Keramikerin Christiane Knaup vereint.
Die Schau beschäftigt sich auf unterschiedliche Weise mit den feinen Bruchlinien des Lebens und erforscht das Spannungsfeld zwischen Zerbrechlichkeit und Erneuerung. Beide Künstlerinnen nutzen dabei die Craquelé-Struktur – feine, bewusst herbeigeführte Rissmuster – als zentrales Gestaltungselement.
Feuer und Leinwand
Die Keramikerin Christiane Knaup, die in Müllheim lebt und arbeitet, widmet sich seit der Gründung ihres Ateliers im Jahr 2017 einer besonders experimentellen Form des keramischen Brennens: dem Raku-Verfahren. Die aus Japan stammende Technik wird in freier Natur mit Feuer, Rauch und Sägespänen praktiziert.In ihren filigranen, von Feuer und Zufall geprägten Raku-Keramiken wie der Skulptur “Die Liebenden“ , entsteht das Craquelé als sichtbares Zeichen der Verwandlung während des Brennprozesses. Ihre Skulpturen, die oft menschliche Figuren oder Tiere darstellen und vollständig ohne Drehscheibe von Hand entstehen, tragen die Spuren dieses Zusammenspiels sichtbar in sich, wodurch jedes Werk zu einem Unikat wird.
Die in Ihringen lebende Malerin Andrea Wilcke verbindet abstrakte und figurative Elemente durch experimentelle Farbaufträge, Überlagerungen und Rissstrukturen. Ihre Acrylbilder entstehen in einem prozesshaften Dialog mit dem Material, bei dem Farbe, Struktur und Zufall ineinandergreifen. Das zentrale Thema ihrer Malerei ist der Prozess des Wandels – das Aufbrechen, Neuordnen und Verwandeln von Schichten. Die charakteristischen Craquelé-Muster werden durch eine spezielle Risstechnik gezielt eingesetzt, um innere Spannungen und Übergänge sichtbar zu machen. Ihre Leinwände werden zu Metaphern für die Fragilität und Widerstandskraft menschlicher Erfahrung.
Zwischen Wilckes Malerei und Knaups Skulptur entsteht ein vielschichtiger Austausch über das Spannungsverhältnis von Verletzlichkeit, Wandel und schöpferischer Energie.
Fragile Welten. Andrea Wilcke, Christiane Knaup. Kunstraum Nigra Monaĥejo, Rathausgasse 48, Freiburg. Mi-Fr 13-18 Uhr, Sa 12-17 Uhr. Vernissage: 15. November, 18 Uhr. Lesung mit Harald Gritzner am 12. Dezember, 18.30 Uhr sowie 14. Dezember, 11 Uhr. 12.11.-20.12.25
Bild: Christiane Knaup: „Die Liebenden“ © Künstlerin





