Kunst Stadtleben

Kulturgeschichte unter neuen Gewölben: Das Augustinermuseum feiert mit einem Eröffnungsprogramm

Über zwanzig Jahre wurde geplant, gebaut, restauriert und neu konzipiert. Mit der Freigabe der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent

Kulturgeschichte unter neuen Gewölben: Das Augustinermuseum feiert mit einem Eröffnungsprogramm

Über zwanzig Jahre wurde geplant, gebaut, restauriert und neu konzipiert. Mit der Freigabe der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und in den Gewölbekellern ist die umfassende Sanierung des Augustinermuseums endlich abgeschlossen. Damit ist eines der bedeutendsten Kulturprojekte der Stadt vollendet und das Haus präsentiert sich vollständig erneuert, technisch auf dem neuesten Stand, barrierearm zugänglich und mit interaktiven sowie partizipativen Angeboten ausgestattet.

Die Geschichte des Gebäudes reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Das ehemalige Augustinerkloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und prägte über Jahrhunderte das Stadtbild. Nach der Säkularisation diente der Komplex unterschiedlichen Nutzungen, bevor er Ende des 19. Jahrhunderts zum Museum umgestaltet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Der Wiederaufbau und spätere Umbauten veränderten die Struktur mehrfach. Die nun abgeschlossene Generalsanierung hatte das Ziel, historische Elemente freizulegen, bauliche Brüche zu ordnen und das Ensemble dauerhaft zu sichern. Mit der Eröffnung der letzten Bauabschnitte ist das traditionsreiche Haus nun erstmals in seiner Gesamtheit neu gedacht und umgesetzt.

Gefeiert wird dieser Meilenstein am 28. Februar sowie 1. März, jeweils von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ins Museum ist darüber hinaus bis einschließlich 8. März kostenfrei.

An beiden Tagen stehen im gesamten Haus sogenannte Cicerones bereit. Unter dem Motto „1000 Fragen, 1000 Antworten“ informieren Expert:innen direkt in den Ausstellungsräumen über zentrale Werke, Hintergründe und Themen. Ebenfalls finden Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene statt. In der Werkstatt Museumspädagogik im Haus der Graphischen Sammlung können Besucher:innen Buttons mit Lieblingsmotiven gestalten, kreative Museumstaschen bedrucken, Initialen drucken oder Fensterrosetten ausmalen. Von 10 bis 14 Uhr erklären App-Explainer im Kreuzgang des Konventgebäudes die Funktionen der Museen Freiburg App. Für junge Gäste gibt es an beiden Tagen jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr das Angebot „Museumsdetektiv:innen“. Dabei gehen Kinder auf Spurensuche durch das Museum und erhalten bei erfolgreicher Lösung eine Urkunde. Restaurator:innen geben jeweils von 11 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr Einblicke in ihre Arbeit. Im Kaiserfensterfoyer in der Kirche erläutern sie Methoden, Herausforderungen und besondere Restaurierungsprojekte.

Technikgeschichte wird bei den Welte-Vorführungen lebendig. Jeweils um 11/12/14/15 und 16 Uhr führt ein Experte in der Welte-Lounge im Konventgebäude den selbstspielenden Welte-Flügel vor und erläutert seine Funktionsweise. Am 28. Februar spielt von 13 bis 15 Uhr die Band Redhouse Hot Six Jazzmusik in der Skulpturenhalle und setzt einen musikalischen Akzent im Rahmenprogramm.

Am 1. März finden von 14 bis 16 Uhr Speed-Dates mit verschiedenen Fachbereichen statt. Kurator:innen schlagen in kurzen Gesprächsformaten Brücken zu weiteren Freiburger Museen. Beteiligt sind das Archäologisches Museum Colombischlössle, das Museum Natur und Mensch, das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus sowie das Museum für Neue Kunst.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist das Augustinermuseum nun als Gesamtanlage erlebbar. Für Freiburg markiert dies nicht nur das Ende einer langen Bauphase, sondern den Beginn eines neuen kulturellen Kapitels.

Weitere Infos: museen.freiburg.de

Bilder: Eindrücke der neu eröffneten Ausstellungsräume; Copyright: Marc Doradzillo

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Alisa Guschker