Samuel Beckett – Damals und Mirlitonnades – szenisches Konzert

Die Kulturkapelle Matthias-Claudius zeigt „Damals“ von Samuel Beckett in der Komposition von Johannes Fritsch (Köln, Mitglied des Stockhausen-Ensembles) und Becketts Kurzgedichte „Mirlitonnades“ in der komponierten Fassung von Mark Polscher (Komponist und Multiinstrumentalist – München/Köln).
„Damals“ für Sprecher (Tonband) und Orgel (Ausschnitt aus Damals-Triptychon 1992 von Johannes Fritsch) basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Samuel Beckett, das um Erinnerungen an verschiedene Lebensabschnitte und Identitäten eines sterbenden Ichs kreist. Ein alter Mann, von dem einzig der Schädel und die sparsamen Regungen des Gesichtes zu sehen sind, hört auf drei innere Stimmen vom Tonband mittels derer er drei verschiedene Stadien seines Lebens erinnert.
Johannes Fritschs Komposition folgt dem Duktus von Becketts Text.
Die „Mirlitonnades“, 36 Kurzgedichte von Beckett, stolpern in äußerster Reduktion von einem schiefen Reim in den nächsten, von leichter Melancholie bis zu tiefschwarzem Humor, und werden umspielt von den Seufzern und Kantilenen des Sopransaxophonisten Mark Polscher.
„Die Suche nach dem Ich“ ist das hartnäckige Kernthema in Becketts Werk. Es führt an die Grenze des Sagbaren und wir „erkennen zwischen den Zeilen, wie sich ein Weg aus dem Nichts wieder heraus ankündigt.“ (Gottfried Büttner/Absurdes Theater und Bewusstseinswandel)
Orgelpositiv, Stimme – Margareta Hürholz, emeritierte Orgelprofessorin der Kölner Hochschule für Musik und Tanz Köln,
Szenisches Spiel, Stimme – Frank Albrecht, Schauspieler Freiburg,
Sopransaxophon – Mark Polscher, Komponist und Multiinstrumentalist München/Köln.