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SUMMARY:Neuronale Netzwerke für Überlebensinstinkte (Dr. Vanessa Stempel\, MPI Frankfurt)
DESCRIPTION:Instinktverhalten sind angeborene Verhaltensweisen\, die für das Überleben von Tieren essentiell sind\, und die sie ohne oder nur mit sehr wenig Vorerfahrung ausführen können. Fortpflanzung\, Jagd und Verteidigung sind Beispiele von Instinktverhalten\, die sich im gesamten Tierreich entwickelt haben\, um das Überleben eines Individuums und seiner Nachkommen zu sichern\, ohne dass es dafür eines Lernprozesses bedarf. \nDennoch sind diese Verhaltensweisen keine Reflexe\, wie oft angenommen\, sondern können flexibel an die momentanen Bedürfnisse eines Tieres angepasst werden. Bei Wirbeltieren werden Instinktverhalten von Schaltkreisen im Gehirn gesteuert\, die im Laufe der Evolution weitgehend unverändert geblieben sind und stammesgeschichtlich bis zu den frühesten Wirbeltiervorfahren zurückreichen. Das Ziel unserer Forschung ist es\, herauszufinden\, wie die flexible Verhaltenssteuerung auf der Ebene von neuronalen Schaltkreisen und einzelnen Nervenzellen umgesetzt wird.  \nDas Bernstein Center Freiburg und die Fakultät für Biologie laden im Wintersemester 2026/27 wieder zu spannenden Fragen\, kreativen Ansätzen und praxisbezogenen Methoden rund um das Thema Neurowissenschaften ein. Herausragende Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus ganz Deutschland werden jeweils aus Sicht ihrer Disziplin anschaulich und verständlich über ihre Forschung berichten.
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SUMMARY:Wieso frühkindliche Umwelten so wichtig sind: Sensible Phasen in der menschlichen Hirnentwicklung untersucht am Modell von Blindheit und Sehrestitution (Prof. Dr. Brigitte Röder\, Universität Hamburg)
DESCRIPTION:Die menschliche Hirnentwicklung ist gekennzeichnet durch Phasen mit hoher Kapazität\, Neues zu lernen. In diesen sogenannten sensiblen Perioden hängt die strukturelle und funktionelle Entwicklung des Gehirns besonders stark von der Umwelt und den Erfahrungsmöglichkeiten ab. Beim Menschen wird die Rolle früher Erfahrungen am Modell von Blindheit erforscht; neuronale Prozesse\, die sensiblen Perioden zugrunde liegen\, werden bei Menschen untersucht\, die blind geboren wurden und durch eine Operation nach einigen Monaten oder Jahren das Augenlicht wiedererlangten. Diese Forschung zeigt\, dass entscheidende strukturelle Veränderungen des Gehirns von frühkindlichen Seherfahrungen in den ersten Lebensjahren abhängen. Funktionelle Plastizität des Gehirns erlaubt in gewissen Grenzen eine funktionelle Erholung. Dieser Vortrag wird exemplarisch Beispiele von Studien zur Sehrestitution bei Menschen vorstellen und Konsequenzen für die Ophthalmologie und für die frühkindliche Entwicklung allgemein diskutieren.  \nDas Bernstein Center Freiburg und die Fakultät für Biologie laden im Wintersemester 2026/27 wieder zu spannenden Fragen\, kreativen Ansätzen und praxisbezogenen Methoden rund um das Thema Neurowissenschaften ein. Herausragende Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus ganz Deutschland werden jeweils aus Sicht ihrer Disziplin anschaulich und verständlich über ihre Forschung berichten.
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SUMMARY:Vom Erlebnis zur Erinnerung - Wie das Gehirn Gedächtnisspuren bildet (Prof. Dr. Marlene Bartos\, Universität Freiburg)
DESCRIPTION:Warum können wir uns an den ersten Schultag\, den Duft eines Gerichts oder den Weg zu unserem Lieblingscafé oft noch nach Jahrzehnten erinnern? Unser Gehirn besitzt die erstaunliche Fähigkeit\, Erlebnisse in dauerhafte Erinnerungen umzuwandeln und sie selbst nach langer Zeit wieder abzurufen. \n Doch wie entstehen solche Gedächtnisspuren? Wie kann das Gehirn neue Erfahrungen speichern ohne bereits bestehende zu überschreiben? Wie können wir ähnliche Erinnerungen unterscheiden? \n Neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung geben spannende Einblicke in diese faszinierenden Prozesse. Mein Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise in das Gedächtnis des Gehirns und zeigt\, wie Milliarden von Nervenzellen zusammenarbeiten\, damit aus einem flüchtigen Erlebnis eine bleibende Erinnerung wird.  \nDas Bernstein Center Freiburg und die Fakultät für Biologie laden im Wintersemester 2026/27 wieder zu spannenden Fragen\, kreativen Ansätzen und praxisbezogenen Methoden rund um das Thema Neurowissenschaften ein. Herausragende Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus ganz Deutschland werden jeweils aus Sicht ihrer Disziplin anschaulich und verständlich über ihre Forschung berichten.
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